Allgemeines

An einige Dinge sollten sie denken, andere Dinge sollten sie wissen und einiges möchten wir ihnen einfach nur mit auf dem Weg geben.


Ergotherapie allgemein
Ergotherapie darf sowohl von Fachärzten als auch von ihrem Hausarzt oder einem Allgemeinmediziner verordnet werden.


Ergotherapie wird dann verordnet, wenn es krankheitsbedingt zu Einschränkungen in den Bereichen Selbstversorgung (Aktivitäten des täglichen Lebens), Produktivität (Beschäftigung, Kindergarten, Schule, Beruf) und/oder Freizeit kommt.


Unsere Praxis ist bei allen gesetzlichen, privaten Krankenkassen und den Berufsgenossenschaften zugelassen.


Verordnungsmenge
Die Verordnungsmenge im Regelfall (bei gesetzlich Versicherten) richtet sich nach der entsprechenden Indikationsgruppe. Indikationsgruppen sowie Zuordnungen bestimmter Diagnosen zu einer ergotherapeutischen Maßnahme finden Sie unter folgendem Link: http://www.heilmittelkatalog.de/tl_files/hmk/ergo/index.htm


Nach Ausschöpfung des Regelfalls sehen die gesetzlichen Krankenkassen eine Therapiepause von 3 Monaten vor, bevor wieder mit einer erneuten Erstverordnung ein neuer Regelfall (aufgrund derselben Diagnose) begonnen werden darf.


Auch nach dem Regelfall ist eine weitere Verordnung ohne 3-monatiger Pause möglich, sofern medizinisch indiziert: Dies ist auf dem Rezept durch ein Kreuz bei "Verordnung außerhalb des Regelfalls" sowie einer kurzen Begründung am Rezeptende kenntlich zu machen. Manche Krankenkassen erwarten vor der Fortführung der Therapie als "Ausnahme vom Regelfall", dass das Rezept dort zur Genehmigung vorgelegt wird. Die Therapie kann trotzdem fortgeführt werden, bis ggf. ein Ablehnungsbescheid der Kasse angekommen ist. Viele Krankenkassen haben jedoch auf dieses komplizierte Verfahren bereits verzichtet.


Unsere Praxis informiert sie gerne darüber, welche Krankenkassen auf das Genehmigungsverfahren verzichten. Gegebenenfalls stellt ihnen unsere Praxis Musterschreiben zum Antrag auf „Genehmigung einer Verordnung außerhalb des Regelfalls“ und Widerspruchschreiben an die Krankenkasse gegen eine Ablehnung einer Verordnung außerhalb des Regelfalls zu Verfügung.


Vor dem ersten Termin
Termine werden in unserer Praxis nur nach vorheriger Vereinbarung vergeben.
Zwischen dem Ausstellungsdatum ihrer Verordnung und dem Beginn der Behandlung dürfen maximal 14 Tage liegen. Bitte denken sie daran, dass wir unter Umständen nicht am Tag der Terminabsprache, mit ihrer Therapie beginnen können. Sollten die 14 Tage bereits überschritten sein, dann besprechen sie das mit ihrem behandelnden Arzt. Wir helfen ihnen gerne dabei.


Zuzahlungen
Gesetzlich Versicherte ab dem 18. Lebensjahr sind verpflichtet einen Eigenanteil an die Krankenkasse abzuführen. Dieser Betrag (10,00 € pro Verordnung plus 10% der Behandlungskosten) wird von den Heilmittelerbringern (unserer Praxis) eingezogen und ohne Abzug an die Krankenkasse weitergeleitet. Sollten sie gebührenpflichtig sein hat der Arzt auf ihrer Verordnung “gebührenpflichtig“ angekreuzt.


Voraussetzungen zur Zuzahlungsbefreiung
Bei einer Zuzahlungsbefreiung hat ihr Arzt auf ihrer Verordnung „gebührenfrei“ angekreuzt. In dem Fall benötigt unsere Praxis den Nachweis über ihre Gebührenbefreiung.


In folgenden Fällen können Sie sich von Ihrer Krankenkasse von den Zuzahlungen befreien lassen.

 

Nachweis über einen sogenannten "Befreiungsausweis"
Die Höhe der Zuzahlungen im Kalenderjahr wird 2 % Ihres Jahreseinkommens überschreiten.

 

Chronikerregelung:
Für chronisch Kranke gilt eine Zuzahlungspflicht von max. 1 % des Jahreseinkommens. (Definition: Ein nachgewiesener Arztbesuch pro Quartal aufgrund derselben Krankheit plus entweder Pflegestufe 2 - 3 oder Grad der Behinderung mindestens 60 % oder Minderung der Erwerbstätigkeit um mindestens 60 % oder kontinuierliche medizinische Versorgung ist erforderlich.)


Bitte informieren sie sich bei ihrer Krankenkasse über die genauen Bedingungen.


Folgende Personengruppen sind von der Zuzahlungsregelung grundsätzlich nicht betroffen:
Privatpatienten, Versicherte der freien Heilfürsorge, Unfallverletzte (Berufsgenossenschaft, Gemeindeunfallversicherung), Postbeamtenkasse A, Versicherte der freien Arzt- und Medizinkasse (Hessen) oder Patienten mit Befreiungsbescheinigung der Krankenkasse (siehe oben).


Eine gute Übersicht zum Thema Zuzahlungsbefreiung finden sie im Internet unter diesem Link: http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Zuzahlungsbefreiung-Krankenversicherung-675.html

 

Bitte bringen sie zum ersten Termin folgende Unterlagen mit:

  • Ergotherapieverordnung
  • Versichertenkarten
  • Nachweis der Zuzahlungsbefreiung, falls sie von der Zuzahlung befreit sind
  • eventuell vorliegende Befunde oder Berichte die zu ihrer Erkrankung gehören
  • falls sie Medikamente einnehmen eine Aufstellung der Medikamente mit Einnahmemenge
  • falls sie wegen ihrer Erkrankung schon einmal im Krankenhaus waren eine Aufstellung wann sie dort waren.

 

Unsere Praxis möchte sie darauf hinweisen, dass nicht oder zu spät abgesagte Termine (bis 24 Stunden vorher bzw. Montags bis 09:00 Uhr) ihnen privat in Rechnung gestellt werden müssen, da die Krankenkasse diese anfallenden Kosten nicht übernehmen.


Eine maximale Therapieunterbrechung bei einer laufenden Verordnung darf 10 Tage nicht überschreiten. Nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen wird dies von den Krankenkassen genehmigt. Sollte eine Unterbrechung notwendig werden sprechen sie mit uns darüber.


Während der Therapie
Eine Therapieeinheit beinhaltet die reguläre Behandlungszeit, aber auch die Vor- und Nachbereitung einer Therapie. Sie dauert je nach Behandlungsart zwischen 30 min und 75 min.


Hausbesuche
Wir führen bei Bedarf auch Hausbesuche durch. Diese müssen auf ihrer Verordnung angekreuzt sein, da die Krankenkassen sonst die Kosten dafür nicht übernehmen.


Privatversicherte
Bei Privatversicherten fakturieren wir nach der Gebührenverordnung für Therapeuten (GebüTh). Diese liegt in der Praxis aus und können bei Bedarf mitgenommen werden.


Privatversicherte erhalten zu Beginn der Behandlung eine Honorarvereinbarung. Nach Rezeptabschluss wird der vereinbarte Betrag privat in Rechnung gestellt. Die Rechnung kann bei der privaten Krankenversicherung zur Erstattung eingereicht werden, die Höhe der Erstattung entnehmen sie bitte ihrem Vertrag (variiert je nach Art der Behandlung). Sollte ihre Kasse, entgegen den Bestimmungen im Vertrag, Probleme bei der Erstattung haben, so sprechen sie uns bitte an. Wir können ihnen gegebenenfalls bei einem Einspruch zum Beispiel mit Mustertexten weiterhelfen.


Informationen zur Preisgestaltung bei Privatpatienten finden sie auch im Internet unter diesem Link: http://www.privatpreise.de


In letzter Zeit versuchen einige private Krankenkassen, die Erstattungsbeiträge zu kürzen. Das ist oft widerrechtlich und teilwiese mit Begründungen, die nach verschiedenen Gerichtsurteilen nicht haltbar sind. Ich möchte sie bitten, in so einem Fall schriftlich Einspruch einzulegen und auf Ihr gutes Recht zu bestehen. Sollte es dennoch Probleme geben können sie sich zunächst an einen Ombudsmann wenden, der als Schlichter kostenlos zwischen Ihnen und der PKV vermitteln soll. Weitere Informationen zu dieser Möglichkeit finden sie im Internet unter diesem Link: http://www.pkv-ombudsmann.de/aufgaben-und-zweck/


Zusatzleistungen
Wir bieten neben den ergotherapeutischen Behandlungen auch Kurse außerhalb ihrer Verordnung an, zum Beispiel Rückenschule, Gedächtnistraining, Bewegungskurse, Entspannungskurse, Kreativkurse und therapiebegleitend auch das Taping. Bei Interesse sprechen sie bitte mit ihrem Therapeuten.